Ein Gespräch mit Maststieren

Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, wie sich Maststiere, die nur dazu da sind, um gegessen zu werden, wohl fühlen. Wie es ihnen geht und wie sie ihr Leben empfinden.

Eine Tierkommunikation ist nicht nur mit einem einzelnen Tier, sondern auch mit dem Kollektiv einer Spezies möglich und somit habe ich meine Fragen an die Stiere gerichtet und ihren Antworten gelauscht.

Das Gespräch war sehr emotional für mich, sehr berührend und aufschlussreich.

 

Ich empfinde es als sehr schön, dass die Stiere den Menschen nicht böse sind. Keine Urteile fällen, sondern es annehmen. (Nagut, etwas anderes bleibt ihnen auch nicht übrig...!) und ich hoffe, dass durch die Veröffentlichung des Gesprächs Mitgefühl entsteht und auch das Bewusstsein, dass ein Steak einst ein lebendes, fühlendes Wesen war, dem Liebe und Mitgefühl und Dankbarkeit entgegengebracht werden darf.

Dies soll kein Aufruf sein, zum Vegetarier oder Veganer zu werden, aber zum Bewussten Fleisch essen.

Achtung: nichts für schwache Nerven... 


Alina: Liebe Maststiere, ich möchte gerne in Verbindung treten mit euch, da ich spüre, dass ich Antworten benötige, ist das okay?

Stier: (A fühlt, großes, mächtiges Wesen von Stier, Herzklopfen, Tiefe Stimme von Stier) Zu euren Diensten!

 

A: Wie geht es euch?

S: (Fühle Traurigkeit. Tränen in den Augen)

 

A:Wollt ihr mir erzählen, wie es euch geht?

S: Wir sind viele. Wir sind groß und mächtig und werden nicht gesehen als einzelne Wesen. (Herzklopfen.) Wir sind sehr sensibel und fühlen uns nicht gesehen von Menschen. Dabei sind wir fühlende Wesen.

(A überkommt starke starke Traurigkeit – Weinen. Schwere. Mitgefühl.)

A: Ich schicke euch mein tiefstes Mitgefühl. Ihr seid wunderbare Wesen.

 

A: Wie fühlt ihr euch in euren Ställen?

S: Wir haben keine Bewegungsfreiheit. Fast kein Tageslicht. Wir brauchen die Sonne genauso wie ihr Menschen. Unser Leben ist ziemlich trist, aber absehbar.

 

A: Wie  spürt ihr es, dass ihr geboren werdet, um von Menschen gegessen zu werden, wie geht es euch damit?

S: Wir können das nicht verstehen und geben uns gegenseitig Halt. Wir gehen in Beziehung zu den anderen und wissen, dass unsere Zeit hier endlich ist.

 

A: Habt ihr Angst vor dem Tod?

S: Wir haben keine Angst, wir werden von unseren Ahnen und von unseren Mitstieren darauf vorbereitet. Je älter wir werden, umso mehr schalten wir unsere Ängste ab. Wir unterstützen und stützen uns gegenseitig in unserem Sein und in unserer Angst vor dem Sterben.

Wenn wir jung sind, wissen wir noch nicht was auf uns zukommt. Dann stehen wir  im Stall und werden immer älter. Kommen in den nächsten Stall, bist wir am Ende der Kette angelangt sind.


A: Wie ist es für euch, wenn eure älteren Brüder (Anm: keine Blutsbrüder gemeint) abgeholt werden?

S: Wir wissen dann was mit ihnen passiert und beten für diese Brüder. Wir beten, dass unseren Seelen Frieden finden.

 

A: Wie ist eure Beziehung zu euren Bauern?

S: Unsere Bauern sehen uns nicht als fühlende Lebewesen. Sie füttern uns, grenzen sich aber ab. Wir versuchen oft herauszufinden wieso sie das so machen. Und haben darauf auch eine Antwort: Sie machen es auch Eigenschutz. Sie verdienen Ihr Geld mit uns. Wir sind ihnen aber nicht böse. Wir verzeihen ihnen ihr Handeln und wissen, dass sie keine bösen Menschen sind.

 

A: Habt ihr eine Botschaft für die Menschheit?

S: Nicht alle Menschen sind sich dessen bewusst, dass wir fühlende Tiere sind. Wir haben Körper und unsere Herzen schlagen genau wie eure. Wir wünschen uns Respekt und ein gutes Miteinander. Wir wollen, dass dieses Leiden der Welt aufhört. Niemand hat Leid verdient. Wir sind nur Mittel zum Zweck. (Sehe Bild von Schlachthaus Innenraum) Kein Lebewesen möchte leiden. Wir finden uns damit ab, uns bleibt nichts anderes übrig, als uns abzufinden mit unserem Leben.

 

A: Wieso habt ihr euch dieses Leben ausgesucht?
S: Unsere Seelen sollen nur kurz auf der Erde bleiben, um sich dann transformieren zu können und empor zu steigen. Wir lernen in diesem Leben, dass wir in einem anderen Leben anders geboren werden wollen. Es ist uns bewusst, dass wir ein kurzes Leben haben.

 

A: Vielen Dank für das Gespräch. Ich bin sehr berührt und sende euch mein tief empfundenes Mitgefühl.

A fühlt: Leichte „Freude“ spürbar.

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